Fotobuch ganz einfach? Meine Erfahrungen mit Buch Nr. 1

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Allgemein, Fotografische Disziplinen, Gemischtes

Ich konnte es eigentlich selbst kaum verstehen, warum ich noch nie ein Fotobuch gemacht hab. Da hat man Gigabyte an Fotos auf diversen Festplatten und trotzdem steht keines im Schrank.

Ich will Dir von meinen ersten Erfahrungen erzählen, was ich nächstes Mal anders machen werde (und soviel vorweg – ja es gibt definitiv ein nächstes Mal) und warum die ganze Arbeit lohnt.

Warum Du Fotos drucken solltest!

Obwohl ich ein großer Digital-Fan bin kann ich es nicht leugnen – ja es ist toll eine Fotoalbum in der Hand zu haben und darin zu blättern. Das ist doch viel persönlicher als eine digitale Präsentation. Daher: Klare Empfehlung

Wie ich mein Erstwerk erstellt habe:

Zugegeben ist es wirklich nicht leicht aus de Fülle der Anbieter eine Auswahl zu treffen. Ich habe mich daher an Empfehlungen von Foto-Profis orientiert und bin u.a. Auf Saal Digital gestoßen. Eine Auswahl von Anbietern und Links findest Du am Ende dieses Beitrags.

Schritt 1: Software

Die Software erhältst Du kostenfrei – einfach herunterladen und installieren. Vermutlich sind alle Anbieter daran interessiert die Benutzeroberfläche so einfach wie möglich zu gestalten aber trotzdem solltest du etwas Zeit zur Einarbeitung einplanen. Die Saal Digital Software ist leicht verständlich. Nach Auswahl des gewünschten Formats schiebt man einfach die Fotos über den Bildbrowser auf die leeren Flächen und legt Textfelder an. Es wird noch eine größere Auswahl von Hintergründen und Design-Vorlagen angeboten. Ich bin aber eher der Sebstgestalten-Typ. 🙂

Saal_Software_1

Über ein Vorschau-PDF soll man ein Gefühl von späteren Gesamtbild bekommen – von dieser Funktion war ich eher enttäuscht, weil sie doch noch zu weit von der Realität entfernt ist. (Ja – ich weiß, es gibt einen Warnhinweis)

Schritt 2: Bildauswahl

Wenn es Dir so geht wie mir, dass du gerne nur das Best-Of eines Shootings behältst und den Rest verwirfst, dann lass dir gesagt sein: Suche daraus nochmal die Besten der Besten heraus. Ich habe mich für 26 Seiten entschieden und musste mit knapp 75 Bildern auskommen, obwohl meine erste Auswahl des Projekts bei über 100 Bildern lag. Puh – gar nicht so einfach das weiter runterzubrechen. Klar – du kannst auch alle Bilder einsetzen allerdings steigen auch die Kosten für Dein Buch.

Überlege Dir bevor Du die Gestaltung beginnst, wie Du Dein Projekt inhaltlich gliedern willst. Dabei kannst Du nach verschiedensten Kriterien gliedern: Inhaltlich (z.B. gleichartige Looks), zeitlich (z.B. gleiche Jahreszeit) oder einfach nach Ort.

Schritt 3: Gestaltung 

Hier stehen Dir einige Möglichkeiten offen. Generell solltest Du dich für eine konsistente, sprich eine durchgängige Gestaltung entscheiden, die in sich später nicht stark variiert. Das macht das Fotobuch rund. Da spricht auch das Herz des Werbekaufmanns aus mir 😉

Wenn Du, genau wie ich, eher der Do-It-Yourself Typ in puncto Gestaltung bist, hilft Dir vielleicht eine kurze Recherche. Einfach mal Google checken oder einen Blick in den eigenen Schrank werfen – vielleicht hast Du ja sogar schon mal ein Buch geschenkt bekommen. Dann heißt es inspirieren lassen und im Editor Deiner Software das Beste daraus machen.

Natürlich kannst Du auch auf die vereinfachte Lösung setzen und die Vorlagen verwenden, die die meisten Anbieter mitbringen.

Mein Buch habe ich so gestaltet, das ich so oft es ging große Fotos eingesetzt habe – ergänzt um kleinere Bilder. Der Text stand dabei an drei fest definierten Positionen. Im unten gezeigten Beispiel habe ich ein Bild über beide Seiten im Hintergrund eingesetzt, um der Doppelseite eine „optische Klammer“ zu geben.
Ohne TitelOhne Titel

Weiterführende Links zum Thema Fotobuch habe ich am Ende des Beitrags zusammengestellt.

Für das erste Fotobuch habe ich fünf Abende in Folge gesessen, bis alle Bilder vorselektiert, bearbeitet, beschnitten eingesetzt, wieder verworfen, wieder eingesetzt und schließlich auch beschriftet waren. 😉  – die Arbeit lohnt sich!

Was ich beim nächsten Mal anders machen werde:

Auch wenn die verfügbaren Software-Lösungen sicherlich viele Möglichkeiten bieten so werde ich beim nächsten Mal doch auf Photoshop zurückgreifen, weil hier noch präziser und noch individueller gearbeitet werden kann. Vor allem die saubere und einheitliche Positionierung von Textfeldern hat mir bei meinem ersten Buch unnötig Kopfschmerzen bereitet.

Wie man Masken für die Gestaltung anlegen kann erklärt Pavel Kaplun sehr schön in diesem Video – er ist scheinbar kein großer Freund der Fotobuch-Software-Lösungen:

Sehr spannend – ich werde diese Methode definitiv ausprobieren.
Berichte mir doch gerne von Deinen Fotobuch-Erfahrungen in den Kommentaren.

Links:

  • Einen  Vergleich verschiedener Anbieter findet ihr unter www.fotobuchberater.de, www.vetalio.de/fotobuecher oder www.fotobuchvergleichstest.de etc.
  • www.saal-digital.de
  • www.pixum.de
  • …und viele mehr

 

 

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