Eiffelturm im Zentrum von Paris

Die Großstadt Foto-Tour richtig vorbereiten! (Update)

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Allgemein, Ausrüstung, Foto-Tour, Tipps

Gut vorbereitet ist halb gewonnen

Großstädte ziehen uns Fotografen magisch an. Doch manchmal macht man sich über den tatsächlichen Aufenthalt samt Kamera nur wenig Vorstellungen. Ich habe mich diesem Thema in den letzten Monaten/Jahren genähert und die eine oder andere Stadt mit Kamera besucht. Letzter Exkurs war Paris in 24 Stunden. Hier will ich Dir ein paar Tipps geben, woran Du bei der nächsten Großstadt Foto-Tour denken solltest.

UPADTE: Flug mit Ryanair

Solltet ihr preiswert per Flugzeug reisen wollen, ist der Flug mit Ryanair eine Option. So habe ich es auch im letzten Jahr nach London gemacht. Bekanntermaßen kostet bei Ryanair wirklich ALLES Geld, daher war der Plan den Fotorucksack mit in die Maschine zu nehmen. WICHTIG: Wenn Du Dein Stativ mitnehmen willst, so sollte es vollständig in den Rucksack passen, andernfalls muss es als Sperrgepäck aufgegeben werden. Außerdem ist es ratsam die Premium Services zu buchen, die u.a. priorisierten Einstieg umfassen. So kannst Du sicher sein, dass Dein Rucksack mangels Platz nicht im Gepäckraum der Maschine landet…

1. Vorbereitung

Für einen Großstadt-Trip sollten einige Dinge vorweg durchdacht werden. Ausrüstung, Ziele, Anreise, Unterkunft, Budget, unerwartete Kosten, Vorstellungen der Mitreisenden usw. Vor allem, wenn man in Gruppen reist ist dieser Punkt immens wichtig.

Nicht weniger wichtig ist: Wo darf ich überall fotografieren? Und wo ist ein Dreibein-Stativ erlaubt? Durch den aktuellen internationalen Terror sind beispielsweise in New York die Sicherheitsvorkehrungen in den Aussichtsplattformen u.a. des Rockefeller Centers so verschärft, dass Stative komplett untersagt sind. Darüber solltest Du dich im Vorfeld auch informieren.

2. Ausrüstung

Dieser Punkt hängt im Wesentlichen von den geplanten Motiven ab. Wichtig ist meiner Erfahrung nach nicht alles mitzunehmen, sondern sich auf wenige Dinge zu Beschränken. Das habe ich in Paris leider nicht gemacht – Viel hilft eben doch nicht immer viel. Natürlich hängt die Ausrüstung auch von geplanten Motiven ab – 2 Objektive decken nach meiner Erfahrung aber das Meiste ab. z.B. 24 – 70 mm + 70 – 200 mm.

Neben den passenden Optiken sollte auch ein Stativ Teil der Ausrüstung sein. Mein Favorit ist das 190er Carbon-Stativ von Manfrotto mit Kugelkopf. Das Geld für ein Carbon-Stativ ist gut angelegt – das merkt man im Rücken spätestens nach 6-8 Stunden Fußmarsch durch eine Großstadt. Ein GorillaPod ist ne nette Sache

Volle Akkus und ausreichend Speicherkarten sind natürlich ein Muss!!!

Außerdem wichtig: Regenschutz für Rucksack und Kamera. Die meisten ordentlichen Taschen, Rucksäcke sind wasserfest. Kameras oftmals weniger, daher vor dem Schauer Plastiktüte drum und fertig.

Was man sonst noch mitnehmen sollte:

  • GPS-Logger (so lassen sich die Positionen jedes Foto später auf der Karte nachvollziehen – gibts zum Beispiel hier)
  • Graufilter
  • Polfilter
  • Fernauslöser
  • Taschenlampe (Lichtmalereien etc.)
  • ggf. Systemblitz
  • Blasebalg/Mikrofaser-Tuch zur Reinigung von Body und Objektiven

Was nicht unbedingt sein muss:

Den Rechner oder das iPad würde ich nicht mitschleppen oder aber im Hotelsafe lassen. Ich persönlich habe meist abends nur noch wenig Muße die Fotos des Tages zu sichten und erledige das direkt on location an der Kamera.

3. Bekleidung

Die richtige Bekleidung ist von Bedeutung, denn man läuft doch oftmals stundenlang darin herum. Atmungsaktive Funktionskleidung hat sich oftmals als vorteilhaft erwiesen.
Bei langen Aufenthalten im Freien für Langzeitbelichtungen in der Nacht muss auch wärmere Bekleidung bedacht werden. Dieser Punkt klingt banal, wird aber oft vergessen.

4. Zeit vor Ort

Meiner Erfahrung nach unterschätzt man oft die Distanzen vor Ort oder die Menschenmassen, die vom optimalen Foto abhalten. Lieber einen halben bis ganzen Tag mehr einplanen, so dass jedes Motiv in Ruhe realisiert werden kann.

5. Digitale Helferlein

Als Fotograf denkt man oft nur an die Hardware aber auch Software ist äußerst sinnvoll z.B. Apps auf dem Smartphone. Klar eine Karten-App ist Pflicht (Google Maps, Apple Maps etc.). Aber auch Apps für die Bestimmung von blauer und goldener Stunde, sowie für Langzeitbelichtungen mit Graufilter sind interessant. Hier eine kurze Liste brauchbarer Apps:

– Langzeit mit Graufilter: NDCalc oder den Nachfolger NDCalc 2

– Blaue Stunde: Sun Surveyor und Blaue Stunde

– Yelp und Co. – Du willst ja schließlich nicht verhungern und trotzdem gut essen oder? 😉

Natürlich bereitet sich jeder individuell vor, ich hoffe trotzdem, dass ich die eine oder andere Anregung geben konnte. Über Anregungen freue ich mich jederzeit.

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TOH

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