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Perspektivenwechsel lohnt sich – 9 Tipps für Dich

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Allgemein, Foto-Tour, Fotografie, Fotografische Disziplinen, Tipps

Perspektivenwechsel – die Dinge einfach anders betrachten und fotografieren

…das lohnt sich oft – auch mit der Kamera. Das ist mir besonders dort klar geworden, wo eigentlich die Perspektiven der Aufnahmen klar sein müssten – im Herzen touristischer Zentren, wie Paris, London und Trier. Trier? Stimmt – denn auch hier ziehen Sehenswürdigkeiten Touristen in Scharen und immer wieder gibt es den Klassiker – frontal drauf oder Selfie mit Sehenswürdigkeit.

Es geht auch anders…

Niemand hat festgeschrieben, dass man den Eiffelturm zum millionstenfachen Mal auch frontal von vorne fotografiert. Ich fotografiere nur zum Spaß und bin will nicht behaupten der MEGA-Fotograf zu sein aber ich versuche mich immer dann zu zwingen umzudenken, wenn ich eigentlich schon meine „Jo – Perspektive ist doch klar.“ Ich habe mich in den Reiz der Fotos verliebt, die eine Sehenswürdigkeit als i-Tüpfelchen einsetzen, damit „teasern“ (Neudeutsch) oder sie mit Hilfsmitteln darstellen.

Was will ich damit sagen?

Es hat definitiv einen Reiz, wenn Du in eine neue Stadt/Gegend kommst und dir vorher folgendes Ziel setzt – „Ich will X Bilder machen, die einfach nicht so sind, wie alle anderen“. Das klingt erst mal einfach – ist es aber definitiv nicht. Wenn es Dir trotzdem gelingt ist das Gefühl danach um so genialer, weil Du noch etwas mehr rausholen konntest als das übliche Einerlei. 🙂

9 Tipps, wie Du Deine Sightseeing-Bilder bereichern kannst:

1. Vermeide die Standard-Foto-Perspektive

Nicht frontal drauf und vielleicht vom Hintermann/Frau schon geschubst werden, weil der nächste dran kommen will? Lieber nicht – gehe durch Nebenstraßen und behalte die Sehenswürdigkeit im Blick – dann wirst du schnell die eine oder andere Perspektive entdecken, wo auch nur ein Teilausschnitt Aussagekraft bekommt.

2. Menschen bereichern Dein Sightseeing-Foto

Warum nur einfach die nackte Sehenswürdigkeit fotografieren. Menschen können hier einen schmückenden Rahmen bilden, der Deinem Foto eine interessante Note gibt.

3. Step back – der Schritt in die zweite Reihe eröffnet neue Perspektiven

London Buckingham Palace – an entspanntes Fotografieren ist kaum zu denken – noch weniger an einen Schuss des Buckingham Palace ohne Menschen. In solchen Fällen kann es interessanter sein, das Treiben an sich einzufangen und das Beste daraus zu machen.

4. Halte die Augen nach Kontrasten auf

Hell-dunkel, farbig-farblos, groß-klein, usw. können ebenfalls äußerst spannende Blickwinkel eröffnen und Deine Fotos aufpeppen.

5. Setze verschiedene Techniken ein

Nicht nur der Perspektivenwechsel eröffnet neue Bild-Ideen – auch der Einsatz verschiedener Techniken bringt Abwechslung in Deine Fotos. Langzeitbelichtung mit Graufilter, kürzeste Verschlusszeiten zum Einfangen sich schnell bewegender Objekte, schwarzweiß, Mitzieher usw.

6. Day & Night

Ein Unterschied wie Tag und Nacht? Das kommt nicht von ungefähr. Viele Sehenswürdigkeiten machen Nachts noch viel mehr her und sind zu diesen Zeit auch meist nicht so überlaufen. Klingt einfach? Ist auch so. 🙂 Kamera raus, rauf aufs Stativ, Bulb-Modus an und los gehts…

7. Spieglein, Spieglein

Spiegelungen können Sehenswürdigkeiten leicht verzerren oder ungewöhnlich darstellen – das macht aber den Reiz aus. Dafür eignen sich spiegelnde Gebäudeoberflächen genauso wie Pfützen oder glatte Metalloberflächen etc..

8. Die kleinen Sehenswürdigkeiten nicht übersehen

Eine Stadt wird manchmal auch durch die Vielzahl der kleinen Sehenswürdigkeiten ausgemacht, die man gerne übersieht – wie typische Straßenschilder, Straßenmarkierungen, Türen, Telefonzellen etc. Sieh Dich einfach um und es werden Dir sicherlich einige spannende Details auffallen, die es zu fotografieren lohnt.

9. Ausschnitte

Versuche es doch auch mal mit Ausschnitten – gezielt herausgeholt können sie auch für ein ganzes Wahrzeichen stehen.

Warum keine 10 Tipps?

Warum immer alles so machen wie alle anderen… 😉 Vielleicht geben Dir meine Tipps ein paar Anregungen für deinen nächsten Trip in eine Großstadt oder zu spannenden Sehenswürdigkeiten – einfach mal einen Perspektivenwechsel zulassen und die Standard-Motive bewusst anders umsetzen.

Eine Sache am Schluss

Die Technik ist nicht ausschlaggebend – ja sie unterstützt aber entscheidend ist, dass Du Deinem Kopf freie Bahn lässt und bewusst andere Wege gehst. Ich stehe dabei auch noch sehr am Anfang aber ich will das, was ich bisher erfahren und ausprobiert habe unbedingt mit Dir/Euch teilen.

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Dein/Euer Tobias

 

4 Kommentare

  1. Ja der Bericht gefällt mir! Ich entdecke mich auch noch allzu oft dabei dass ich es zu klassisch angehen! Aber dann kommt es mir wieder diesen Perspektiven Wechsel doch zu gebrauchen und das gefällt mir dann besser!

      • Eine gute Herausforderung! War auch ein paar Tage weg und bemerke wie oft ich doch noch in den alten Trott gefallen bin! Inzwischen kann ich viel mehr löschen und das finde ich gut für mich! Beim nächsten mal werde ich vielleicht doch weniger ist manchmal mehr! Noch einen schönen Tag!

        • Heute geht’s für einen Nachmittag mit der Kamera nach Lippstadt – mal sehen, wie ich mich dort so mache…

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