Tolle Fotos ganz einfach: Wasser und Feuer einfrieren

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Bildbearbeitung, Lightroom, Objekte einfrieren, Photoshop, Tipps

Ich habe unlängst darüber nachgedacht: „Was war einer der besten fotografischen Momente seit ich mit meiner Nikon fotografiere?“. Und mir ist aus den ganzen tollen Motiven, die ich auf den Chip gebannt habe auch ein ganz einfaches aber tolles in Erinnerung geblieben – gefrorenes Wasser und eingefrorenes Feuer. Aber wie kann man fotografisch Wasser und Feuer einfrieren?

Wasser und Feuer einfrieren

Gefrorenes Wasser = Eis aber gefrorenes Feuer??? Ja richtig – in der Fotografie geht beides und es ergibt so einfache und geile Motive. Also: Wenn Du es noch nicht probiert haben solltest, unbedingt mal testen. Gerade Feuer lässt sich unheimlich gut in der nun kommenden dunkleren Jahreszeit einfrieren. Das Tolle daran ist, dass Du keine besonders tolle Ausrüstung oder Vorkenntnisse brauchst.

Gefrorenes Wasser – das Geheimnis

Gefrorenes Wasser kann bizarre Formen ergeben. Um Wasser so schön einzufrieren brauchst du nur genug Licht, eine sehr kurze Belichtungszeit und ein dankbares Motiv mit viel bewegtem Wasser. Brunnen aller Art eignen sich hierfür besonders gut.

Mein Setup für für die Fotos 1 & 2
(von links)

  • Kamera: Nikon D600
  • Objektiv: Nikkor AF-S 24.0-85.0 mm f 3.5-4.5 (Kit-Objektiv)
  • Brennweite: 85 mm
  • Verschlusszeit: 1/1600 Sek
  • Blende: f 4.5

…und für Foto 3

  • Kamera: Nikon D600
  • Objektiv: Tamron 70-200 mm f 2.8
  • Brennweite: 165 mm
  • Verschlusszeit: 1/2500 Sek
  • Blende: f 2.8

Gefrorenes Feuer – so gehts

Schnelle Bewegungen, wie zum Beispiel in bewegtem Wasser lassen finden sich auch in einem knisternden Lagerfeuer wieder. Auch diese Bewegungen kannst Du leicht einfangen. Anders als bei Wasser kommt Feuer wesentlich besser zur Geltung, wenn kaum bzw. kein Umgebungslicht vorhanden ist, weil so die Kontraste viel besser wirken. Du brauchst also wenig Umgebungslicht, ein loderndes Feuer und kurze Belichtungszeiten. Dann kannst Du Fotos wie dieses machen:

Wasser und Feuer einfrieren: Gefrorenes Feuer
Mein Setup für für dieses Foto

  • Kamera: Nikon D600
  • Stativ!
  • Objektiv: Tamron 70-200 mm f 2.8
  • Brennweite: 90 mm
  • Verschlusszeit: 1/4000 Sek
  • Blende: f 2.8
ACHTUNG: Für das Feuer-Foto habe ich mich bewusst für eine größere Brennweite entschieden, um nicht zu nah am Feuer zu sein. Einerseits um mich nicht zu gefährden, andererseits um die Kamera zu schonen. Wenn möglich, solltest Du bitte auch ausreichenden Abstand halten.

Bearbeitung

Ich will nicht verheimlichen, dass ich sowohl die Wasser-Fotos, als auch das Feuer-Foto bearbeitet habe. Wie immer sind Bearbeitungen reine Geschmacksache, daher ist das hier mein Weg – Du kannst natürlich bearbeiten, wie Du lustig bist. 🙂

Wasser-Bilder: (Bearbeitet in Photoshop)

  • Tiefen-Lichter-Filter
  • Leichte Belichtungskorrektur
  • Nachschärfen

Feuer-Bilder:  (Bearbeitet in Lightroom)

  • Tiefen
  • Weiß
  • Dynamik
  • Klarheit

Leider habe ich die PSD-Dateien der Wasser-Fotos nicht mehr, weil sie vor längerer Zeit entstanden sind aber für das Feuer-Foto sehen die Einstellungen in Lightroom so aus:

Was macht diese Art der Motive reizvoll?

Für mich ist Wasser und Feuer einfrieren so reizvoll, weil es diese Elemente einmal anders zeigen, als sie das menschliche Auge wahrnimmt und sie in einer künstlerischen Art einfangen. Außerdem sind diese Fotos besonders für Anfänger sehr reizvoll, weil sie schnell zu sehr guten Ergebnissen führen.

Ganz wichtig: Diese Fotos erfordern definitiv KEINE Vollformat-Kamera, KEIN Top-Zoom-Objektiv und KEINE teuer Bildbearbeitungs-Software, um das direkt vorwegzunehmen. Ich nutze diese Tools, weil sie mir zur Verfügung stehen aber es geht definitiv auch mit wesentlich einfacheren Mitteln.

Ich habe mich zu diesem Artikel inspirieren lassen, als ich mir ältere Artikel in meinem Blog angesehen habe, die teils nicht mehr online waren, weil gerade das die Fotos sind, die wirklich einfach sind und mega Spaß machen.

 

–> Also: Nachmachen dringend erwünscht.

Genau solche kleinen Anleitungen machen mir Spaß. Bei Interesse schreibe ich gerne auch über andere Themen, die schnell zu interessanten fotografischen Ergebnissen führen…

Viele Grüße und gutes Licht

Tobias

 

 

Dein Tobias

2 Kommentare

  1. sowas mache ich auch total gern. wasser hab ich ja wirklich schon in allen erdenklichen formen fotografiert (und kann niemals nie nicht genug davon bekommen) aber bei feuer hatte ich einfach noch nicht oft gelegenheit dazu, leider. das ist dir auch sehr gut gelungen!

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